Bildschirmarbeit – Gefahr für die Augen?

Heutzutage geht die Hälfte aller Berufstätigen einer Bildschirmarbeit nach. Wohl jeder kennt es, wenn nach vielen Stunden vor dem PC die reale Welt kurzfristig vor den Augen verschwimmt. Kein Wunder – denn unsere Augen leisten Schwerstarbeit. Doch wie gefährlich ist Bildschirmarbeit wirklich?

Exzessive Nutzung digitaler Medien

Der Augenlinse wird viel abverlangt – sie stellt im schnellen Wechsel auf nähere und weiter entfernte Objekte scharf. Bei der Bildschirmarbeit springen unsere Blicke etwa 30.000-mal täglich zwischen Monitor und Umgebung hin und her. Wenn wir aufblicken, muss sich das Auge in Sekundenbruchteilen neu fokussieren. In der Folge verliert die Linse an Elastizität – das Auge kann sich immer schwerer Entfernungswechseln anpassen. Durch das angestrengte Starren auf den Bildschirm blinzeln wir zudem kaum noch. Das Auge trocknet aus, beginnt zu jucken und rötet sich. Es reagiert mit vermehrtem Tränenfluss und kann sich entzünden.

Digitaler Augenstress

 

Kurzsichtigkeit – ein neues Volksleiden?

Was nur wenige wissen: Der Augapfel entwickelt sich bis zum 30. Lebensjahr noch. Bis zu diesem Alter beeinflussen unsere Sehgewohnheiten die spätere Sehfähigkeit. Betrachten wir zu viele Stunden täglich etwas aus zu kurzem Abstand, passt sich das Auge diesen Erfordernissen an. Häufig ist Kurzsichtigkeit die Folge. Kein Wunder also, dass die Zahl der Brillenträger zwischen 20 und 30 heute dreimal höher ist als vor 65 Jahren. Das hat jetzt eine amerikanische Studie des Vision Council untersucht. Sie ergab, dass 68 Prozent der technologieaffinen Achtzigergeneration unter digitalem Augenstress leiden.

Viele von uns sitzen von morgens bis abends am Bildschirm. Und auch nach Feierabend gönnen wir den Augen keine Erholung. Das Starren auf unsere unvermeidlichen Begleiter – Smartphone, Tablet & Co – macht es nicht besser. Mitunter fällt es schwer, sich von unserem digitalen Fortsatz zu trennen. Doch offenbar tut das in die Ferne Sehen unseren Augen gut. Also besser etwas unternehmen, als auch noch in der Freizeit vor einem Bildschirm zu kleben!

Tun Sie Ihren Augen etwas Gutes!

Gehören auch Sie zu den Personen, die einen Großteil des Tages vor einem Monitor sitzen (müssen)? Mit diesen 6 Punkten helfen Sie Ihren Augen besser durch den Tag!

  1. Halten Sie einen Minimalabstand von 50 – 70 cm zum Bildschirm ein.
  2. Benutzen Sie bei der Bildschirmarbeit Augentropfen – sie beugen trockenen Augen und Entzündungen vor.
  3. Gönnen Sie Ihren Augen bei der Arbeit zwischendurch Entspannung. Visieren Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden gezielt einen weiter entfernten Punkt an.
  4. Achten Sie auf eine optimale Beleuchtung des Raums, um Spiegelungen auf dem Display zu reduzieren.
  5. Vergrößern Sie lieber die Textgröße auf dem Bildschirm, als mit der Nase näher heranzurücken!
  6. Legen Sie Notebook, Tablet oder Smartphone einfach mal zur Seite. Fahren Sie ins Grüne und betrachten Sie die Landschaft. Eine Auszeit in der Natur tut nicht nur den Augen, sondern auch der Seele gut.

Weitere Zahlen und Fakten zur zunehmenden Nutzung von digitalen Geräten und somit für mehr Augenstress finden Sie in diesem PDF.


von Die Redaktion. 28.11.2017